
Klang und Harmonie: Geschichte, Verwendung und Bedeutung tibetischer Klangschalen
Tibetische Klangschalen verbinden Handwerk, Klang und buddhistische Tradition. Angeschlagen oder mit dem Klöppel am Rand gerieben, erzeugen sie einen vollen, lang nachklingenden Ton, der den Raum erfüllt. In diesem Beitrag erfahren Sie, woher Klangschalen stammen, wie sie gefertigt werden und wofür sie heute verwendet werden.
Geschichte der tibetischen Klangschalen
Metallschalen werden in der Himalaya-Region seit Jahrhunderten gefertigt, als Gefässe für den Alltag, als Opferschalen und als Klanginstrumente. Ihre genaue Herkunft ist nicht eindeutig belegt, und viele Geschichten ranken sich um sie. Fest steht, dass Klang in der tibetisch-buddhistischen Praxis eine wichtige Rolle spielt: Klangschalen, Glocken und Zimbeln markieren in den Klöstern Beginn und Ende von Meditation und Rezitation.
Traditionell bestehen Klangschalen aus einer Bronzelegierung, vor allem aus Kupfer und Zinn. Oft ist von bis zu sieben Metallen die Rede. Viele Schalen werden bis heute von Hand gehämmert, was jeder Schale ihre eigene Form und ihren eigenen Klang gibt. Unsere Klangschalen werden von tibetischen Kunsthandwerkern im Himalaya gefertigt. Seit einigen Jahrzehnten sind Klangschalen auch in Europa bekannt und werden hier von Menschen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund geschätzt.
Verwendung von tibetischen Klangschalen
Klangschalen werden heute auf vielfältige Weise verwendet. Zu den häufigsten Anwendungen gehören:
1. Meditation:
Der lang nachklingende Ton dient als Ankerpunkt für die Aufmerksamkeit. Viele Menschen beginnen und beenden ihre Meditation mit einem Anschlag der Klangschale. Gerade für Einsteigerinnen und Einsteiger kann der Klang eine Hilfe sein, um im gegenwärtigen Moment anzukommen.
2. Achtsamkeit im Alltag:
Ein bewusster Anschlag am Morgen oder zwischendurch schafft einen kurzen Moment der Ruhe. Wer dem Ton lauscht, bis er ganz verklungen ist, übt ganz nebenbei Achtsamkeit.
3. Yoga:
In Yogastunden werden Klangschalen oft eingesetzt, um die Übergänge zwischen den Übungen oder die Schlussentspannung zu begleiten und eine ruhige Atmosphäre zu schaffen.
4. Klangarbeit:
In der Klangarbeit werden mehrere Schalen nacheinander angeschlagen oder auf den bekleideten Körper gestellt, sodass die Schwingung spürbar wird. Viele Menschen erleben dies als besonders intensive Form des Hörens.
5. Spirituelle Praxis und Ritual:
Auf dem Hausaltar begleitet die Klangschale Gebet, Rezitation und Opfergaben. Ihr Klang markiert den Übergang vom Alltag in einen Moment der Sammlung.
Wie spielen Sie eine Klangschale?
Es gibt zwei grundlegende Spielweisen. Beim Anschlagen tippen Sie mit dem Klöppel leicht an den oberen Rand, und die Schale klingt lange nach. Beim Reiben führen Sie den Klöppel mit gleichmässigem Druck am Aussenrand entlang, bis ein anhaltender, singender Ton entsteht. Stellen Sie die Schale dazu auf ein Kissen oder auf die flache Hand, damit sie frei schwingen kann. Eine ausführliche Anleitung finden Sie in unserem Beitrag Geführte Meditation mit Klangschalen.
Jede Klangschale hat ihren eigenen Ton. In unserer Kollektion von Klangschalen finden Sie Schalen in verschiedenen Grössen und Klangfarben.














Ihre Gedanken zu diesem Beitrag
Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.