Das Wort Buddha kommt aus dem Sanskrit und bedeutet «der Erwachte». Es ist kein Eigenname, sondern ein Titel. Der historische Buddha, Siddhartha Gautama, lebte vor rund 2500 Jahren in Nordindien und erlangte unter dem Bodhi-Baum in Bodhgaya das Erwachen. In der tibetischen Tradition ist er der Buddha unserer Zeit, einer von unzähligen Buddhas, und das Erwachen gilt als Möglichkeit, die in jedem Wesen angelegt ist: die Buddha-Natur.
Die tibetische Kunst kennt viele Buddha-Darstellungen, jede mit eigener Bedeutung. Shakyamuni, der historische Buddha, berührt mit der rechten Hand die Erde und ruft sie als Zeugin seines Erwachens an. Amitabha, der Buddha des Unendlichen Lichts, sitzt in Meditation, die Hände im Schoss. Der Medizin-Buddha erscheint in tiefblauer Gestalt und hält eine Heilpflanze in der Hand. Wer eine Buddha-Statue auf den Altar stellt, hat die Buddha-Natur täglich vor Augen.
Unsere Stücke zeigen den Buddha als Statue aus Messing, Kupfer oder Stein, auf Thangkas und Wandbehängen, auf Klangschalen und Gebetsketten, als Anhänger und Amulett oder auf Taschen. Statuen und Thangkas werden von tibetischen Kunsthandwerkern im Himalaya in Handarbeit gefertigt, deshalb gleicht keines genau dem anderen. Manche Statuen sind vergoldet, bei anderen bemalt ein Künstler das Gesicht von Hand mit Gold, teils auch den Körper mit Farbe.