Ein Raum kann schön eingerichtet sein und trotzdem leer wirken. Was ihm Tiefe gibt, ist selten ein bestimmtes Möbelstück oder eine bestimmte Farbe, sondern die Aufmerksamkeit, mit der er gestaltet wurde. In der tibetischen Wohntradition hat diese Aufmerksamkeit eine sichtbare Form: ein Thangka an der Wand, eine Butterlampe, die abends brennt, Gebetsfahnen, die Farbe und Bedeutung in den Raum bringen, ein kleiner Altar in einer Ecke, an dem der Tag beginnt und endet.
Diese Stücke sind keine Dekoration im modischen Sinn. Sie tragen Symbole, Mantras und Darstellungen, deren Bedeutung seit Generationen weitergegeben wird. Die Thangkas und die bemalten Holz-Wandbehänge werden von tibetischen Kunsthandwerkern im Himalaya in Handarbeit gefertigt, deshalb gleicht keines genau dem anderen. Solche Stücke fügen sich ins Wohnzimmer ebenso ein wie in den Meditationsraum und verändern einen Raum mit der Zeit, still und dauerhaft.
Wir sind selbst Tibeter und kennen diese Gegenstände aus dem Zuhause unserer eigenen Familie. Jedes Stück, das bei uns hängt oder steht, haben wir persönlich ausgewählt und selbst in der Hand gehalten. Wer seinen Wohnraum einfach und achtsam gestalten möchte, findet hier Stücke, die wenig Platz brauchen und viel Bedeutung tragen.