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Kangling (Ritualhorn)

Das Kangling ist ein Ritualhorn aus tibetischer Tradition, gespielt bei Zeremonien und Ritualen. Sein Klang gilt als Einladung an die Geister und als Zeichen der Vergänglichkeit. Ein seltenes und bedeutungsvolles Objekt für ernsthafte Praktizierende.

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Was ist ein Kangling und welche Bedeutung hat es in der tibetischen Zeremonialpraxis?

Das Kangling ist eines der aussergewöhnlichsten Instrumente der tibetischen Ritualmusik. Sein Name setzt sich aus den tibetischen Wörtern für Bein und Flöte zusammen, ein Hinweis auf seine traditionelle Form aus einem menschlichen Oberschenkelknochen. Heute werden Kangling meist aus Messing, Kupfer oder Tierknochen gefertigt, doch die symbolische Verbindung zur Vergänglichkeit bleibt. Wie die Muscheltrompete wird es in Zeremonien geblasen, sein Klang ist jedoch durchdringend, rau und unverwechselbar. Er soll nicht gefallen, sondern wecken.

In der tibetischen Ritualpraxis wird das Kangling bei Chöd-Zeremonien gespielt, einer fortgeschrittenen Meditationspraxis, in der der Praktizierende symbolisch das eigene Ego opfert. Der Klang ruft Geister und Dämonen herbei, um ihnen in der Visualisierung den eigenen Körper als Opfergabe anzubieten. Eine radikale Praxis der Grosszügigkeit und des Loslassens. Auch bei Bestattungszeremonien wird das Kangling gespielt, um das Bewusstsein des Verstorbenen auf seinem Weg durch den Bardo zu begleiten.

Das Kangling spricht vor allem Menschen an, die sich vertieft mit tibetischer Ritualpraxis beschäftigen, sowie Sammler tibetischer Ritualobjekte. Unsere Kangling werden von tibetischen Kunsthandwerkern im Himalaya von Hand gefertigt, und so gleicht keines dem anderen.

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