Was bedeutet es, einem Zuhause Tiefe zu geben?
Ein Raum kann schön sein und trotzdem leer wirken. Er kann teuer eingerichtet sein und trotzdem keine Ruhe ausstrahlen. Was einem Raum Tiefe gibt, ist schwer zu benennen. Es ist kein bestimmtes Möbelstück und keine bestimmte Farbe. Es ist eher eine Qualität der Aufmerksamkeit, mit der ein Raum gestaltet wurde.
In der tibetischen Wohntradition ist diese Frage seit Jahrhunderten beantwortet. Ein Thangka an der Wand. Eine Butterlampe, die abends brennt. Gebetsfahnen, die Farbe und Bedeutung in den Raum bringen. Ein kleiner Altar in einer Ecke, der den Tag beginnt und beendet. Diese Dinge verändern einen Raum nicht durch ihre Grösse, sondern durch ihre Präsenz.
Tibetische Wohnobjekte sind keine Dekoration im modischen Sinne. Sie sind Gegenstände, die aus einer lebendigen Tradition stammen und diese Tradition mit in jeden Raum bringen, in dem sie stehen oder hängen. Ein handgemaltes Thangka wurde von einem Künstler gefertigt, der jahrelang ausgebildet wurde und jede Linie nach ikonografischen Regeln setzt, die seit Generationen unverändert sind. Ein Altarschrank aus Holz wurde nach Vorlagen gefertigt, die in tibetischen Klöstern entwickelt wurden. Diese Herkunft ist spürbar, auch wenn man sie nicht kennt.
Die Stücke in dieser Kategorie verbinden das Sakrale mit dem Alltäglichen. Sie eignen sich für den Meditationsraum ebenso wie für das Wohnzimmer, für den Altar ebenso wie für das Bücherregal. Sie fügen sich in moderne Einrichtungen ein, ohne ihre eigene Identität zu verlieren. Und sie verändern mit der Zeit den Raum, in dem sie sich befinden, still und dauerhaft.
Wir wählen jedes Stück persönlich aus. Was bei uns im Laden hängt oder steht, haben wir selbst in der Hand gehalten und geprüft. Das ist keine Floskel. Es ist die einzige Art, wie wir arbeiten möchten.